Ok-System INVEST Blog

23.6.2008

Interview mit Johann A. Saiger: “Dann fahren wir zur Hölle!”

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Interview mit Johann A. Saiger: “Dann fahren wir zur Hölle!”
Veröffentlich am 11.04.2006 08:20 Uhr von Volker M. Riemer

V. Riemer: Guten Tag Herr Saiger. Vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview Zeit genommen haben. Wie schätzten Sie die aktuelle Lage an den Edelmetallmärkten ein?

J. A. Saiger: Generell muss ich dazu sagen, dass wir uns in einem Inflationsjahrzehnt befinden und dieses auf Grund meiner Erfahrungen vielen Parallelen zum letzten Inflationsjahrzehnt, den 1970ern, aufweist. Damals hat sich der Goldpreis von Mitte der 1960er bis Ende der 1970er verzwanzigfacht und der Silberpreis sich vervierzigfacht. Dies war unter anderem die Reaktion auf einen gestiegenen Rohölpreis. Der Ölpreis ist damals von 2,9 USD auf 39 USD angestiegen und hat sich somit mehr als verdreizehnfacht.

Wir haben in diesem Inflationsjahrzehnt ähnliche Entwicklungen: Afghanistan Krieg, Irak Krieg, Ölpreisversechsfachung. Der Ölpreis ist immerhin bereits von 11 USD auf in der Spitze 70 USD gestiegen. Im Gegenzug hat sich der Goldpreis gerade erst gut verdoppelt, Silber ist von seinem Doppelttief bei 3,5 USD bis heute um 200% gestiegen. Zu Ende dieses Jahrzehnts erwarte ich, dass sich der Goldpreis ähnlich wie in den 1970ern verzwanzigfachen könnte und das Silber sich wiederum vervierzigfacht.

Nun gibt es aber noch eine andere Komponente die man einberechnen muss, die so genannte Gold-Silber-Preis-Ratio (GSPR). Wir hatten im 20. Jahrhundert alle 30 Jahre ein Inflationshoch, 1920, 1950, 1980 und ich erwarte das nächste im Jahr 2010. Bei diesen Inflationshochs war folgendes feststellbar: 1920 betrug das GSPR 1:15. Die Welt befindet sich alle 15 Jahre am Rand der Hyperinflation, und 15 Jahre später wieder am Rand zur Deflation und genau während diesen Perioden hat die GSPR zwischen 1:100 und 1:15 geschwankt. Also zwei Mal im letzten Jahrhundert, als die Welt am Rand zu Hyperinflation stand, hatten wir eine GSPR von 1:15, genau jenes Verhältnis das über Jahrhunderte im Mittelalter vorhanden war. Diese 1:15 haben wir jedoch immer nur beim Höchststand der Inflation gesehen.

Beim Inflationshoch 1950 (1948 und 1952 bildete sich ein Doppelhoch aus) haben wir jedoch nur eine GSPR von 1:50 gesehen. Die Frage ist nun, ob wir bei diesem kommenden Inflationshoch das ich 2010 sehe eine GSPR von 1:15 oder 1:50 sehen werden. Ich gehe davon aus, dass sich der Goldpreis in dieser Hausse verzwanzigfachen wird. Diesmal hat die Goldhausse bei 250 USD begonnen, der Goldpreis sollte also bis auf 5.000 USD steigen. Bei einer Ratio von 1:50 würde dies einem Silberpreis von 100 USD entsprechen, also von jetzt weg noch eine gute Verzehnfachung. Silber würde also nur um eine Spur mehr steigen als Gold.

Zusammenfassend gehe ich davon aus das sich Gold verzwanzigfachen wird, die GSPR von 1:50 erreichen wird und Silber somit auf 100 USD steigen wird. Das ist jedoch das mindeste, es könnte auch kommen, dass wir ein Ratio von 1:15 bekommen wie es 1920 und 1980 war, dann wäre der Silberpreis entsprechend höher. Meine Prognose von Gold bei 5.000 USD und Silber 100 USD sehe im Zusammenhang mit dem was dann kommt: Einer kommenden Währungsreform.

Ich glaube jedoch nicht, dass diese Währungsreform aus der Not heraus geboren werden wird. Nein, diese steht schon längst fest. So wie ich überhaupt der Meinung bin, dass an den Kapitalmärkten zu ganz bestimmten Zeiten ganz bestimmte Korrelationen sind, so gehe ich davon aus, dass langfristig im Voraus geplant wird. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Wenn wir dann diese Währungsreform bekommen, dann ist meist ein Schnitt von 1:100 typisch. Betrachtet man nun, dass der offizielle Goldpreis im 20. Jahrhundert zuerst einmal 20,00 USD, dann 34,00 USD, dann 40 USD, dann 42,50 USD so wäre es gut vorstellbar, dass nächste wäre 50 USD als logischer offizieller Goldpreis, wenn wir wieder zu stabilen Währungen zurückkommen.

V.R.: Sie sprachen in der Vergangenheit immer davon, dass sich nach den exzessiven Anstiegen auf Grund der negativen Realverzinsung eine heftige Korrektur anschließen würde. Aktuell scheint der Markt noch nicht wirklich auf Tauchgang gehen zu wollen. Nun gibt es aber auch einige Marktbeobachter die von einer Korrektur über die Zeitachse ausgehen. Wie beurteilen Sie diese Möglichkeit?

J.A.S.: Zur Korrektur möchte ich folgendes sagen: Diese Korrektur fand tatsächlich auch Mitte der 1970er statt. Gold hat sich wie bereits angesprochen verzwanzigfacht, Silber vervierzigfacht, und etwa 1975 passierte es. Gold stieg von 40 USD auf 200 USD und steigt dann aber nicht einfach weiter, sondern fällt noch einmal von 200 USD auf 100 USD. Dies hat dazu geführt, dass der Financial Times Goldminenindex, der zuvor von 40 auf 480 explodiert ist, von 480 auf 80 zurückgefallen ist. Damals hatte ich ein Goldminendepot mit einer ähnlichen Gewichtung und das betrug 480.000 ATS, und plötzlich waren nur mehr 80.000 ATS da! Vor dem größten Goldpreisanstieg der Geschichte hat es einen finalen Sell-Off gegeben.

Man hat die Leute scharenweise beim Zwischenhoch in den Markt getrieben, dann hat man es noch einmal hinuntergeschickt, dann war der Durchschnittsanleger geheilt. Wer das erlebt hat, der hatte genug davon und ließ die Finger davon und genau dann ist der große Anstieg gekommen. Also gehen Sie davon aus, dass es auch diesmal vor dem großen Anstieg eine Falle geben wird. Wir haben bis dato aber erst eine Verdoppelung gesehen, es muss also noch nicht sein.

Es gibt ganz gewisse Phasen in denen innerhalb von zwei Monaten eine Verdoppelung möglich ist. Dies haben wir Ende der 1970er beim Gold erlebt und beim Silber Anfang der 1980er. Beim Silber war es sogar eine Verdreifachung in zwei Monaten. Ich würde nicht ausschließen, dass wenn nun Gold über 575 USD ausbricht, die Phase mit der Verdoppelung innerhalb der nächsten zwei Monate bevorstehen könnte. Allerdings wäre nur die Irankrise eine plausible Erklärung. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die US-Geldmenge ab sofort verstärkt ausgeweitet und nicht mehr veröffentlicht wird. Dies hat nur eine Grund: Man will inflationieren! Man wird jedoch wahrscheinlich die ersten drei vier Monate eher auf die Bremse steigen, damit die Leute letztendlich glauben, dass es doch nicht so ist.

V.R.: Die Goldminen, die ja allgemein als vorlaufender Indikator für den Goldpreis gesehen werden, zeigen in letzter Zeit vermehrt Schwäche. Ist dies bereits ein Anzeichen für einen kommenden Rückschlag beim Goldpreis?

J.A.S.: Die Goldminenschwäche hat mich in den letzten Wochen etwas verunsichert. Man darf nicht vergessen, dass der Goldpreis im Verlauf dieser Hausse von 250 USD auf 550 USD gestiegen ist, also sich gut verdoppelt hat, der HUI (Amex Gold Bugs Index) - den ich übrigens nachweislich von Anfang an empfohlen habe - ist von 35 auf 350 gestiegen, er hat sich also verzehnfacht. Was will man mehr? Die Minen haben immensen Vorlauf gezeigt. Am Ende eines massiven Anstieges vollzieht der Goldpreis oft das, was die Minen vorher gezeigt haben. Das heißt der Vorlauf der Minen ist am Beginn und in der Anfangsphase der Goldhausse bezeichnend, aber am Ende nicht mehr. Wenn nun also der Goldpreis definitiv stark ausbricht, dann werden die Minen auch weiter steigen. Jedoch sollte man die Minen nicht überbewerten und aus der letzten Schwäche der Minen ableiten, dass Gold nun einbrechen muss.

V.R.: Nun zeigen sich aber vor allem Silber und die Silberminen im Vergleich zu Gold in relativ guter Verfassung. Was sind die Gründe für die relative in den vergangen Monaten? Ist wirklich nur der Silber-ETF schuld daran, oder gibt es auch andere Gründe?

J.A.S.: In den 70er Jahren gab es keinen ETF und Silber ist auch gestiegen. Man muss bei diesem ETF etwas vorsichtig sein. Es gab immer wieder Geschichten durch welche die Anleger im großen Maße in das Silber getrieben wurden. Beispielsweise verdoppelte sich der Silberpreis von 1997 auf 1998 und als das Gerücht aufkam, dass Warren Buffet in den Silbermarkt eingestiegen ist, sind die Massen aufgesprungen und anschließend sofort zur Hölle gefahren! Es werden immer wieder Gerüchte platziert, warum Silber nur mehr steigen kann, damit die Anleger beim Zwischenhoch einsteigen und dann ordentlich zur Hölle fahren! Mich persönlich wundert es ein bisschen, dass dieser Fonds noch nicht definitiv bewilligt wurde und trotzdem schon für solche Aufregung sorgt. Was passiert wenn die Zulassung verweigert wird?

Ich schätze die Gefahr durchaus realistisch ein, dass dies so kommen könnte. Genau daraus könnte ein massiver Bumerang entstehen. Ich sehe diesen ETF nicht so optimistisch wie dies allgemein üblich ist. Andererseits muss man sehen, dass die Veröffentlichung der Geldmengenzahlen eingestellt wurde und Silber gleichzeitig explodiert. Man könnte also annehmen, dass gewisse Kreise annehmen, dass die hyperinflationäre Entwicklung mit der Aussetzung der Geldmengenzahlen nun anstehen könnte.

V.R.: Nicht nur Silber hat sich gegenüber Gold sehr gut entwickelt, auch Palladium hat sich in den letzten Tagen massiv zurückgemeldet. Wie sind Ihre Aussichten für Palladium?

J.A.S.: Palladium ist genauso volatil wie Silber, ich habe bereits seit über einem Jahr laufend Palladium zum Einstieg empfohlen und sehe mich als ganz großen Palladiumfan. Für Palladium spricht ganz einfach der Umstand, dass es zur Familie der Platinmetalle gehört und quasi auch alles kann was Platin kann. Der Unterschied ist nur das Palladium knapp über 300 USD kostet, und Platin 1.000 USD. Ein Palladiumpreis von 80% des Platinpreises ist sicher gerechtfertigt. Langfristig sind die Aussichten für Palladium ausgezeichnet. Auch kurzfristig. Wir haben ja auch in den 1970er Jahren gesehen, dass die Edelmetalle gemeinsam in Wellen steigen. Wenn also Gold steigt, dann steigt auch Silber, Platin und Palladium. Man muss nur darauf achten geben, dass Silber und Palladium die volatilsten Metalle sind, sie steigen am schnellsten, fallen aber auch am schnellsten. Daher muss man immer wieder bei den Zwischenhochs zum richtigen Zeitpunkt aussteigen können.

V.R.: Nachdem in den letzen Monaten sich vermehrt besorgte Stimmen über die amerikanische Konjunktur gemeldete haben (Stichwort: inverse Zinsstruktur) würde uns interessieren wie Sie die Möglichkeit einer Rezessionen in den USA bzw. deren Auswirkungen einschätzen würden? Könnte dies eine Korrektur der Edelmetallmärkte bzw. der Rohstoffmärkte nach sich führen?

J.A.S.: Bisher war ich der Meinung, dass es ist gleich wie in den 70er Jahren verhalten wird. Damals ist die Inflation niemals linear gekommen sonder in Wellen. Alle fünf Jahre gab es damals ein Inflationshoch und die Edelmetalle bildeten während dieser Hochs ebenfalls ein Top aus, die Aktienmärkte hingegen markierten ein Tief, und diese Entwicklung drehte sich dann wieder um. Die Aktienmärkte erholten sich also nach dem Inflationshoch wieder. Doch heute ist einiges anders.

Damals musste man, um die Inflation zu bekämpfen eine Hochzinspolitik fahren, also die Zinsen erhöhen und die Geldmenge verknappen. Heute zeigt man die Geldmenge einfach nicht mehr her. Es könnte nun also die schönste aller Zeiten kommen. Sollten beispielsweise die Japan plötzlich beginnen die amerikanischen Staatsanleihen auf den Markt zu werfen, dann könnte die US-Notenbank diese einfach alle mit unbegrenzter Liquidität zurückkaufen. Es könnte uns also tatsächlich die schönste aller Zeiten blühen, die Aktien steigen, die Zinsen fallen und das Gold läuft gut. Doch diese Droge ist vergleichbar mit LSD!

Wir wissen ja wie in ein paar Jahren die Entzugserscheinungen aussehen werden: Da kommt dann die Währungsreform! Doch die nächsten Jahre über könnte man glauben, dass das Schlaraffenland erfunden wurde. Daher möchte ich mich nicht allzusehr dazu äußern, ob die Aktienmärkte jetzt kurzfristig steigen oder korrigieren und bei guter Geldmengenausweitung glaube ich auch nicht daran, dass die Konjunktur gefährdet ist.

V.R.: Sie verweisen im Zusammenhang mit der aktuellen Rohstoffhausse unter anderem auf den langfristigen Inflations- und Kriegszyklus hin? Wie geht es nach 9/11, Afghanistan- und Irakkrieg nun weiter? Erleben wir wirklich schon bald eine Explosion im Pulverfass Naher Osten oder sehen wir erst noch eine Beruhigung, in der die USA Kräfte sammeln?

J.A.S.: Diese Frage ist natürlich schwer zu beantworten, ich gehe jedoch davon aus, dass das Kriegsszenario weiter aufrecht bleibt und die Amerikaner weiter Kriegslüstern bleiben werden. Das leite ich ganz einfach von den Budgetentwürfen der USA ab. Diese gibt es bis zum Jahr 2009, und wenn dort nun jedes Jahr mehr für das Militär ausgegeben wird, im Gegenzug aber Bildung und Gesundheitswesen gestrichen wird, welche Politik werden die in den nächsten Jahren dann wohl betreiben. Das ist noch nicht das Endstadium der Entwicklung. Es geht ganz klar darum an die Ölreserven im Nahen Osten ran zu kommen. Der Iran ist der zweitgrößte Ölproduzent, Irak war der Drittgrößte.

V.R.: Welche Rohstoffe außer den Edelmetallen finden Sie aktuell noch interessant? Sie sind ja auch schon bereits seit einiger Zeit sehr bullisch für Agrarrohstoffe. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation an diesem Markt. Wo liegen jetzt die größten Gewinnchancen?

J.A.S.: Es ist ein Branchenrotationsprinzip. In den 1970er Jahren sind alle Rohstoffe gestiegen, aber den Vogel haben die Edelmetalle abgeschossen. Damals hat sich das Gold verzwanzigfacht, das Silber vervierzigfacht. Nichts anders hat mit dieser Entwicklung mithalten können. Der CRB-Index für die allgemeinen Rohstoffpreise hat sich nur verdreifacht. Natürlich werden Agrarrohstoffe steigen, natürlich werden Ölaktien steigen. Man kann diese Schiene durchaus fahren, und wenn es zwischendurch zu einer Schwäche bei den Minen kommt, dann kann man auch ausweichen. Aber die großen Gewinner werden die Edelmetalle sein.

V.R.: Zum Abschluss noch die obligatorische Frage nach Ihren Kurszielen für die Edelmetalle bis Jahresende.

J.A.S.: Da beginne ich lieber mit meinen Kurszielen bis zum Ende des Jahrzehntes: 5.000 und 100 USD! Mindestens 100 USD beim Silber! Bis zum Jahresende ist es etwas schwierig. Wenn Gold nun wieder über 575 USD läuft, könnten wir eine Verdoppelung bei Gold und Silber in den nächsten zwei, drei Monaten erleben, aber ich verbeiße mich nicht darauf.

Der saisonale Zyklus spricht jedoch nicht dafür. Saisonal bildet sich gewöhnlich im Januar oder Februar das Hoch beim Gold, danach bricht das ganze bis Mai oder Juli ein, anschließend beginnt es wieder langsam zu steigen und dann gibt es das nächste Hoch wieder im Januar oder Februar. Das ist der saisonale Zyklus. Dieser trifft in 7 von 10 Jahren zu, wenn keine Sonderfaktoren vorliegen.

Ein Sonderfaktor wäre natürlich die Verschärfung der Irankrise. Wenn dies eintritt und sich dadurch der Ölpreis verdoppelt, dann erleben wir wahrscheinlich auch eine Kursverdopplung bei Gold und Silber. Eine positive Überraschung bei Gold und Silber ist also in den nächsten zwei Monaten möglich. Wir werden auch ganz sicher einen Rücksetzer sehen, jedoch erst nach den nächsten Anstiegen. Dort müssen Sie dann acht geben, dort darf man nicht in den Markt rein, sonst fahren Sie zur Hölle!

V.R: Vielen Dank für dieses Interview!

Das Interview führte Volker M. Riemer am 25. März 2006 am Rande des “Silberseminars” von ARGENTUMINVEST in München.

Quelle:

Meine Anmerkungen:

Beobachten Sie die Aussagen aus dem Interview mit dem Anstieg des Gold und Silber Preises!

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Nun zum Saiger Zyklus:

Nikkei

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Nasdaq:

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Silber die letzten 10 Jahre:

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Gold die letzten 10 Jahre

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9.6.2008

Interview Rolf Pieper

Abgelegt unter: mylife/Alpeco — dejan.n.p @ 16:24

Mit der Fondspolizze „my life“ ist Alpeco jetzt in Österreich gestartet. „Der Sparer erhält
bereits mit kleinen Raten einen Zugang zu alternativen Investmentstrategien und nutzt die
Vorteile des Finanzplatzes Liechtenstein“, sagt Rolf Pieper, Vertriebsleiter der Alpeco AG.

FONDS exklusiv: Auf welche Weise profitieren Sparer von den Erfahrungen
großer institutioneller Anleger, wie es in Ihrer Produktinformation
hervorgehoben wird?
Rolf Pieper: Wir ermöglichen Sparern erstmalig bei Sparraten ab 50 Euro den Einstieg in alternative Investmentstrategien nach dem Vorbild der Vermögensverwaltungen der großen US-Stiftungen wie Yale und Harvard innerhalb einer Fondspolizze.
So haben Sparer in den zurückliegenden zwei Jahren, in denen wir die Polizze „my life“ bereits in Deutschland anbieten, eine stetige positive Performance erzielt, während Anleger an den Börsen teils zweistellige Wertverluste hinnehmen mussten. Der Sparer realisiert nicht nur sein zentrales Ziel des Kapitalerhaltes, sondern erreicht mit Absolute-Return-Strategien Vermögenszuwächse.

(weiterlesen…)

3.5.2008

Fotos der Kick off Veranstaltung - my life/Alpeco

Abgelegt unter: mylife/Alpeco, Veranstaltungen — dejan.n.p @ 18:15

Die mylife Kick-off-Veranstaltung war ein voller Erfolg mit über 35 Teilnehmern.

Wir bedanken uns bei allen Berater für Ihr Kommen, und freuen uns Ihnen wieder exklusiv ein innovatives und flexibles Produkt anbieten zu können.

Es freut uns natürlich auch, daß die Hälfte der Besucher neue Vertriebsinteressenten waren.

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Wie ein Berater gesagt hat: Mit Ihnen ist man immer “den Anderen” einen Schritt voraus.

Genau diese Devise werden wir auch in Zukunft verfolgen, und weiterhin innovative Konzepte nach Österreich bringen.

Das erfreuliche war, daß einige Berater unmittelbar nach der Veranstaltung die ersten Kunden hatten, da das Produkt besonders gut ankommt.

Wir freuen uns weiterhin auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, und bieten Ihnen jede Unterstützung, die Sie brauchen, an. Reden Sie mit uns.

PS: Ich habe bereits eine Mailing-Aktion vorbereitet. Interessenten können sich gerne bei mit telefonisch oder per E-Mail d.novakovic@ok-system.com melden.

25.4.2008

Kick-off Veranstaltung my life - 29. April

Abgelegt unter: mylife/Alpeco — dejan.n.p @ 12:56

Veranstaltung für Vermögensberater und Versicherungsmakler

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  • Investment in physisches Gold oder Silber ab 50€/Monat
  • Alle Vorteile des Finanzplatzes Liechtenstein
  • Alternative Investments (Yale Allokation, Hedge Fonds uvm.) im Mantel einer Police

Wir stellen Ihnen dieses flexible Konzept

am: Dienstag, den 29.04.2008
von: 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
in: „FinanceCity“, Donaufelderstraße 247, 1220 Wien
Empfang ab: 17.30 Uhr

vor und laden Sie hierzu, sowie zu einem anschließenden Imbiss, gerne ein.


Folgende Informationsthemen sind geplant:

  • Vorstellung der Firma Ok INVEST und der Vorteile, die sich durch eine Zusammenarbeit mit uns für Sie und Ihre Kunden ergeben (Investorenabende, Marketingberatung uvm.)
  • Grundlagen des my life Investmentkonzeptes im Mantel einer Police
  • Hedgefonds als sicherer, renditeorientierter Baustein privater Vermögensbildung
  • Anlagestrategien nach der Yale-Allokation von my life
  • Anlagestrategien mit physikalischen Edelmetallen (Gold, Silber, Metalle)
  • Chancen und Konkursprivileg nach Liechtensteiner Recht

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Melden Sie sich am besten gleich per Email an d.novakovic@ok-system.com an.

Interview mit David Swensen - Yale University

Abgelegt unter: mylife/Alpeco, Allgemein — dejan.n.p @ 11:04

Interviews
05.12.2006 14:39:42

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David Swensen, Yale University: “Aktien sind wichtig, aber Anleger sollten breit streuen”

David Swensen leitet den Stiftungsfonds der US-Elite-Uni Yale. Seine Bilanz ist eindrucksvoll. Rund 16 Prozent hat er seit 1985 im Schnitt pro Jahr erwirtschaftet. FundResearch fragte Swensen exklusiv nach Tipps für Privatanleger.

“Vor 20 Jahren hielten US-Universitäten zuwenig Aktien und waren zuwenig diversifiziert”
FundResearch: Mr. Swensen, in Yale haben Sie in den letzten 20 Jahren eine jährliche Rendite von 16,1 Prozent erzielt. Wie geht das?
Swensen: Harte Arbeit und gesunder Menschenverstand. Aber im Ernst: Ich kam 1985 nach Yale und stellte schnell fest, dass die Universität ihr Geld falsch anlegt. Wie andere US-Universitäten übrigens auch.

FundResearch: Inwiefern falsch angelegt?
Swensen: US-Universitäten hielten damals rund 50 Prozent in US-Aktien sowie 40 Prozent in US-Bonds und Cash. Das restliche Kapital steckte in alternativen Anlagen.

FundResearch: Was war daran falsch?
Swensen: Ein derartiges Portfolio verfehlt zwei wichtige Kriterien: Es enthält zuwenig Aktien und ist zuwenig diversifiziert.

“Das Yale-Portfolio ist heute wenig US-lastig, breit diversifiziert und enthält renditestarke Anlageklassen”

FundResearch: Weil Aktien auf lange Sicht Anleihen schlagen?
Swensen: Richtig, und weil ein US-Anteil von 90 Prozent viel zu hoch ist. Denn steigen beispielsweise die US-Zinsen, fallen die Kurse von amerikanischen Aktien und Bonds. Das ist keine gute Risikostreuung.

FundResearch: Wie sieht das Yale-Portfolio heute aus?
Swensen: Völlig anders als 1985. Heute halten wir zwölf Prozent in US-Aktien, 15 Prozent in ausländischen Aktien und vier Prozent in US-Bonds.

FundResearch: Fehlen noch 69 Prozent.
Swensen: Die setzen sich zusammen aus 25 Prozent Absolute Return respektive Hedgefonds, 27 Prozent Immobilien, Öl, Gas und Wald sowie 17 Prozent Private Equity. Damit haben wir unseren Maßstab erfüllt. Das Yale-Portfolio ist wenig US-lastig, breit diversifiziert und enthält zugleich renditestarke Anlageklassen, die aktienähnliche Erträge bringen.

“Aktien sind wichtig, aber Anleger sollten breit streuen”

FundResearch: Was können Privatanleger von David Swensen lernen?
Swensen: Es gibt drei Wege, Performance zu erzielen: Die Asset Allocation, das Market Timing und die Auswahl von Einzeltiteln. Alle drei haben jedoch ihre Tücken.

FundResearch: Fangen wir an mit der Asset Allokation. Wo liegt hier das Problem?
Swensen: Aktien schneiden auf Dauer besser ab als Anleihen. Das habe ich schon angedeutet. Nebenwerte schneiden aber wiederum besser ab als Blue Chips. Hier bestätigt die Empirie die Theorie: Wer höhere Risiken eingeht, wird dafür belohnt.

FundResearch: Man sollte also am besten nur noch in Small Caps investieren?
Swensen: Dieser Gedanke mag auf den ersten Blick naheliegen. Aber schauen wir zurück auf das Jahr 1929. Damals brach eine Weltwirtschaftskrise aus und die Aktienkurse verloren dramatisch. Am stärksten die Small Caps. Drei Jahre nach dem Crash waren sie kaum noch etwas wert.

FundResearch: Wie lautet daher Ihre Schlussfolgerung?
Swensen: Eine starkes Engagement in Aktien ist wichtig. Aber Anleger sollten nie vergessen, breit zu streuen. Denn bestimmte Länder, Sektoren oder Marktsegmente wie Nebenwerte oder Blue Chips erleiden immer wieder Kurseinbrüche. Das ist unvermeidlich. Mit einer breiten Streuung vermeidet man starke Verluste.

“Anleger sollten eine langfristige Asset Allokation bestimmen und diese regelmäßig wieder herstellen”

FundResearch: Fahren wir fort mit dem Market Timing. Wo liegen dort die Fallstricke?
Swensen: Anleger verhalten sich nicht rational, sondern sind getrieben von Angst und Gier. Das zeigte das Jahr 1987 sehr gut. Im Oktober des Jahres verloren US-Aktien an einem Tag 25 Prozent. US-Universitäten, die zuvor stark auf Aktien gesetzt hatten, wechselten plötzlich in Anleihen, dem vermeintlich sicheren Hafen.

FundResearch:
Wo lag der Fehler?
Swensen: Sie haben Aktien verkauft, als sie billig waren, und Bonds gekauft, als diese teuer waren. Anders gesagt: Die US-Universitäten haben auf dem Tief verkauft und dem Hoch gekauft. So wird man kaum reich. Es sollte genau anders herum sein: Man kauft billig und verkauft teuer.

FundResearch:
Wie können Kleinanleger dieses Timing-Problem umschiffen?
Swensen: Sie sollten eine langfristige Asset Allokation bestimmen und diese Aufteilung regelmäßig wieder herstellen. Das heißt, wenn einige Anlageklassen schlecht gelaufen sind, sollten sie diese aufstocken. Umgekehrt sollten sie Anlageklassen reduzieren, wenn diese gut performt haben.

FundResearch: Was heißt regelmäßig?
Swensen: Halbjährlich oder jährlich. Bei starken Markteinbrüchen oder Kursanstiegen wie 2000 sollten Anleger jedoch zeitnah reagieren, um Chancen zu nutzen oder bevorstehende Einbrüche zu vermeiden.

“Privatanlegern rate ich zu Indexfonds”

FundResearch: Was ist mit der Auswahl von Einzeltiteln? Wie lautet hier Ihr Rat für Anleger?
Swensen: Daten über zehn Jahre zeigen, dass der Unterschied zwischen den besten und den schlechtesten Rentenfonds pro Jahr nur 0,5 Prozent beträgt. Bei Blue-Chip-Aktienfonds beträgt die Differenz 2,0 Prozent. Erst bei ineffizienten Anlageklassen wie Hedgefonds oder Private Equity sind die besten Manager deutlich besser als der Durchschnitt. Hier schauen wir genau hin, um die besten Manager zu finden.

FundResearch: Unglücklicherweise haben Privatanleger nicht die Expertise von Yale.
Swensen: Das stimmt. Was Yale kann, ist einem Kleinanleger nicht möglich. Schließlich haben diese Leute einen anderen Job und können sich nicht ständig um ihre Finanzen kümmern. Auch wir müssen uns ungeheuer anstrengen, um die besten aktiven Manager herauszufiltern.

FundResearch: Was folgt daraus für Privatanleger?
Swensen: Aktive Fonds schaffen es nicht, dauerhaft ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Das ist empirisch bewiesen. Daher rate ich zu Indexfonds, die zudem geringere Kosten haben.

Das aktuelle Yale-Portfolio:
1. “Real Assets” (Immobilien, Öl, Gas und Wald): 27%
2. Absolute Return (incl. Hedgefonds): 25%
3. Private Equity 17%
4. Ausländischen Aktien: 15%
5. US-Aktien: 12%
6. US-Anleihen: 4%

Im Profil: David F. Swensen

David F. Swensen ist seit 1985 Chief Investment Officer der Universität Yale und verwaltet das Stiftungsvermögen der US-Elite-Uni. In den letzten zwei Jahrzehnten erzielte Swensen eine jährliche Rendite von rund 16 Prozent. Folge: Das Uni-Vermögen wuchs inzwischen auf über 18 Milliarden US-Dollar an. Zuvor hat Swensen 1980 in Yale promoviert und sechs Jahre an der Wall Street gearbeitet. Swensen ist Autor von “Proaktive Portfoliostrategien: Innovative und erfolgreiche Wege im institutionellen Investment”. Sein neues Buch heißt “Erfolgreich investieren: Strategien für Privatanleger” und erscheint am 17. Januar 2007. Darin kritisiert er die US-Finanzindustrie und gibt Privatanlegern grundlegende Tipps, worauf sie beim Investieren achten sollten.

Quelle:

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